Villa Palagonia

Es ist das wichtigste Wahrzeichen der vorstädtischen Barockarchitektur in Sizilien. Als Erholungs- und Ferienort konzipiert, wurde es 1715 vom Prinzen von Palagonien, Francesco Ferdinando Gravina und Bonanni, erbaut. Die Villa ist über eine lange Allee zu erreichen, nachdem man zwei Triumphbögen passiert hat, von denen der erste, ursprünglich die „drei Tore“ genannt, nicht mehr sichtbar ist; der zweite entspricht dem aktuellen Bogen der Heiligen Dreifaltigkeit, der kürzlich von der Gemeindeverwaltung restauriert wurde. Es war Francesco Ferdinando II, Neffe des Prinzen, der die zahlreichen grotesken Statuen und die bizarre Einrichtung der Villa entwarf. Gnome, Zentauren, Drachen, Spieler merkwürdiger Instrumente, mythologische Figuren und Monster aller Art schmücken den Palast und umgeben die Villa. (Besuchbar)

Öffnungszeiten und Preise:
https://www.villapalagonia.it
Tel.: 091 932088
Mail:  villapalagonia@villapalagonia.it

Einblicke

Die Villa Palagonia ist das wichtigste Wahrzeichen der vorstädtischen Barockarchitektur in Sizilien. Als Erholungs- und Ferienort konzipiert, wurde es 1715 vom Prinzen von Palagonien, Francesco Ferdinando Gravina und Bonanni, erbaut. Der Bau des ursprünglichen Gebäudes wurde dem Architekten Don Tommaso Maria Napoli und dann dem Architekten Agatino Daidone anvertraut. Die Villa ist über eine lange Allee zu erreichen, nachdem man zwei Triumphbögen passiert hat, von denen der erste, ursprünglich die „drei Tore“ genannt, nicht mehr sichtbar ist; der zweite entspricht dem aktuellen Bogen der Heiligen Dreifaltigkeit, der kürzlich von der Gemeindeverwaltung restauriert wurde. Es war Francesco Ferdinando II, Neffe des Prinzen, der die zahlreichen grotesken Statuen und die bizarre Einrichtung der Villa entwarf. Gnome, Zentauren, Drachen, Spieler seltsamer Instrumente, mythologische Figuren und Monster aller Art schmücken den Palast und umgeben die Villa. Der Zugang zum Palast erfolgt über eine majestätische Außentreppe aus Billiemi-Marmor. Zwei große Zwergenstatuen scheinen den Eingang gegenüber dem Haupteingang zu bewachen, der von der Piazza Palagonia aus zugänglich ist. Die monströsen Karikaturen, die Freunde und Besucher von Palastunterhaltungen darstellen, wurden vom Juniorprinzen Gravina von Palagonia geschaffen, vielleicht aus Rache gegen das Schicksal, da er ein hässlicher und deformierter Mann war. Luxuriöse Marmorskulpturen von Gagini, die den Prinzen und seine Familienmitglieder darstellen, schmücken die Wände der wunderschönen Empfangshalle. Die Decke hingegen ist vollständig mit Spiegeln und bemaltem Glas verziert. Verziert mit wunderschönen farbigen Murmeln, Mosaiken und Spiegeln, kunstvollen Regalen und Vasen ist auch die überdachte Loggia, von Besuchern sehr bewundert. Goethe erzählt mit Empörung und Verwunderung von der Fremdartigkeit des Gebäudes. Eines davon waren zum Beispiel die Stühle, deren Füße ungleichmäßig gesägt wurden, sodass sie lahm blieben. Or Houel erzählt uns, dass es Stühle und Sessel gab, die sich so nach vorne neigten, dass man sich sehr anstrengen musste, um nicht auszurutschen und umzufallen. Der Hausmeister selbst mahnte, auf die solideren Stühle zu achten, da Nadeln und Stacheln unter dem Samt verborgen seien. Der Bau der Villa kostete den Prinzen von Gravina hunderttausend Scudi. Heute ist der Palast ein nationales Denkmal und befindet sich in Privatbesitz. Or Houel erzählt uns, dass es Stühle und Sessel gab, die sich so nach vorne neigten, dass man sich sehr anstrengen musste, um nicht auszurutschen und umzufallen. Der Hausmeister selbst mahnte, auf die solideren Stühle zu achten, da Nadeln und Stacheln unter dem Samt verborgen seien. Der Bau der Villa kostete den Prinzen von Gravina hunderttausend Scudi. Heute ist der Palast ein nationales Denkmal und befindet sich in Privatbesitz. Or Houel erzählt uns, dass es Stühle und Sessel gab, die sich so nach vorne neigten, dass man sich sehr anstrengen musste, um nicht auszurutschen und umzufallen. Der Hausmeister selbst mahnte, auf die solideren Stühle zu achten, da Nadeln und Stacheln unter dem Samt verborgen seien. Der Bau der Villa kostete den Prinzen von Gravina hunderttausend Scudi. Heute ist der Palast ein nationales Denkmal und befindet sich in Privatbesitz.